Die Metapher des Systems

Studien zu der allgemein leitenden Frage, wie sich der Tänzer vom Tanz unterscheiden lasse

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2001
  • Hardcover
  • 268 Seiten
  • 14 x 22.2 cm
  • ISBN 9783934730304
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Beschreibung


Dieses Buch ist das Ergebnis eines ungezügelten Interesses, einer unstillbaren Lust zur kognitiven Anspannung, was an Bizarrem auch immer dabei herauskommen mag. Interesse und Anspannung beziehen sich auf eine einzige Frage: Was kann das heißen: System als Differenz?

Was ist das: System als konditionierte Koproduktion? Wie hat man dieses Phänomen, dieses Nicht-Objekt, diesen Unzustand, der durch das Wort Differenz bezeichnet ist, beobachtet, bevor ein Begriff dafür zur Verfügung stand, der im übrigens noch gar kein Begriff, sondern nur ein Name für etwa Unaufgeklärtes ist? Und wären wie immer vorläufige Antworten darauf nicht zusammengeschlossen mit dem, was in einem eigentlichen Sinne Methexis, Partizipation, Teilnahme heißen könnte? Unio mystica gar, wenn man auf ›heißere‹ Anschlussmöglichkeiten aus wäre?

Alle Studien dieses Buches widmen sich dieser Frage, und es sind vorbereitende - oder vielleicht besser: experimentelle Detailstudien. Was ist gedacht und sozial konstruiert worden im Blick auf das Problem, dass das Innen/außen-Schema, das System als Objekt, eine nachträgliche Beschreibung und die Vereinfachung einer kuriosen Zweiheit ist, jener »unbestimmten Zweiheit« Platons?

Es versteht sich von selbst, dass dieses Buch nicht einfach sein kann, aber im Umgang mit Un-jekten wird man Einfachheit nicht erwarten dürfen. Zweifachheit mindestens, also das, was im Ursprung jeder Komplikation steht. Peter Fuchs liebt Komplikationen. Und das ist wieder ganz einfach zu begreifen. Aus dem Alltag weiß man, dass ein Leben ohne Verwicklungen extrem langweilig ist und vielleicht gar keines wäre. Verwicklung, Entwicklung, Faltung, Einfaltung, Ausfaltung, complicatio, explicatio – das sind dann auch Begriffe, die das Kompositionsprinzip dieses Buches umschreiben.

Peter Fuchs


Peter Fuchs

Peter Fuchs war von 1992 bis 2007 Professor für Allgemeine Soziologie und für Soziologie der Behinderung an der Hochschule Neubrandenburg. Peter Fuchs hat bei Velbrück Wissenschaft veröffentlicht: Die Metapher des Systems. Studienzu der allgemein leitenden Frage, wie sich der Tänzer vom Tanz unterscheiden lasse (2001); Der Sinn der Beobachtung. Begriffliche Untersuchungen (2004); Das Gehirn ist genauso doof wie die Milz (Peter Fuchs im Gespräch mit Markus Heidingsfelder) (2005); Die Psyche. Studien zur Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt (2005); Das Maß aller Dinge. Eine Abhandlung zur Metaphysik des Menschen (2007); Das System SELBST. Eine Studie zur Frage: Wer liebt wen, wenn jemand sagt: »Ich liebe Dich!«? (2010); Der Papst und der Fuchs. Eine fabelhaft unaufgeregte Unterhaltung (2012); DAS Sinnsystem (2015); Der Fuß des Leuchtturms liegt im Dunkeln (2015).