DAS Sinnsystem

Prospekt einer sehr allgemeinen Theorie

  • Erscheinungsdatum: 01.12.2018
  • Paperback
  • 268 Seiten
  • 22.2 x 14 cm
  • Fadenheftung
  • ISBN 9783942393775
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Beschreibung


Die Theorie sozialer Systeme, die Niklas Luhmann in ihren wesentlichen Zügen ausformulierte, hat sich mittlerweile über ihre ursprüngliche Schlüsselreferenz (eben: soziale Systeme) hinausentwickelt. Sie bezieht nicht mehr am Rande, sondern zentral psychische Systeme ein, im Kern auf eine Weise, die die Separierbarkeit beider Systemtypen zwar pragmatisch für legitim, aber zugleich für eine Zwischenlösung, ein Moratorium, eine Stundung hält – im Blick darauf, dass Psyche und Sozialität nicht einfach zwei Phänomene sind, sondern sich in ihren Phänomenheiten herstellen dadurch, dass sie jeweils in ihrem Gegenüber das Andere ihrer selbst als Bedingung ihrer eigenen Möglichkeit und Notwendigkeit finden.
Das Buch handelt von Sinnsystemen überhaupt, genauer: von der Form des Sinnsystems und erst dann davon, wie diese Form so etwas wie auf Reziprozität angelegte »Phänomenalisierungen« zu beobachten gestattet: soziale und psychische Systeme, die von der Konstruktion des Sinnsystems her in ihr je eigenartiges Relief getrieben werden können.

Peter Fuchs


Peter Fuchs

Peter Fuchs war von 1992 bis 2007 Professor für Allgemeine Soziologie und für Soziologie der Behinderung an der Hochschule Neubrandenburg. Peter Fuchs hat bei Velbrück Wissenschaft veröffentlicht: Die Metapher des Systems. Studienzu der allgemein leitenden Frage, wie sich der Tänzer vom Tanz unterscheiden lasse (2001); Der Sinn der Beobachtung. Begriffliche Untersuchungen (2004); Das Gehirn ist genauso doof wie die Milz (Peter Fuchs im Gespräch mit Markus Heidingsfelder) (2005); Die Psyche. Studien zur Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt (2005); Das Maß aller Dinge. Eine Abhandlung zur Metaphysik des Menschen (2007); Das System SELBST. Eine Studie zur Frage: Wer liebt wen, wenn jemand sagt: »Ich liebe Dich!«? (2010); Der Papst und der Fuchs. Eine fabelhaft unaufgeregte Unterhaltung (2012); DAS Sinnsystem (2015); Der Fuß des Leuchtturms liegt im Dunkeln (2015).

Pressestimmen


[…] Fuchs zu lesen macht Lust - und auf Dauer sogar süchtig.
Walter Grasnick, myops, 25/2015.
Das Werk ist hochverdichtet, konsistent gearbeitet und schlüssig argumentiert. (…) Psychotherapie ist möglich, da Sinn nicht ausgeschöpft werden kann, er sich nicht erschöpft; das genau postuliert die Metapher DES Sinnsystems. Psychotherapie hat das Geschäft, leidvolles Sinnerleben durch bekömmlichen Sinn zu ersetzen. Mehr kann sie nicht tun. Und die Theorie sagt: Mehr muss sie nicht tun. Aber das genau muss sie tun.
Familiendynamik, Heft 3/2016, Günther Emlein.
»Fuchs' neues Buch (...) ist nicht leicht zu lesen – erweist sich aber als Feuerwerk. (...) Fuchs' ›Sinnsystem‹, dem zu Recht ein großgeschriebener Artikel vorangestellt ist, erweist sich als kluge, zuweilen listige und in der Konsequenz mutige Weiterführung Luhmann'scher Systemtheorie; man kann es zudem auf zwei Ebenen lesen, weil es parallel zur Sinnfrage auch einen Durchgang durch die wichtigsten Begriffe der Philosophie bietet - und damit einen umfassenden Philosophie(dis)kurs.
Philosophie Magazin, August/September 2015, Gert Scobel.