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Die Ordnung der Berührung

Staat, Gewalt und Kritik in Zeiten der Coronakrise

  • 1. Auflage
  • Erscheinungsdatum: 09.2020
  • broschiert
  • 132 Seiten
  • 22.2 x 14 cm
  • ISBN 9783958322264
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Beschreibung


Die Corona-Pandemie stürzt die Gesellschaften rund um den Globus in eine Krise. Das vorliegende Buch nutzt die Krise zur Erkenntnis und stellt eine einfache Frage: Was können wir aus der Coronakrise über moderne Gesellschaften lernen? Die Gesellschaft erscheint in einem neuen, durch die Coronakrise erhellten Licht. Wir erfahren nicht nur etwas über das Verhältnis von Staat, Individuum und Gesellschaft, sondern auch etwas darüber, in welchem Verhältnis Staat, Politik, Recht und Wirtschaft bzw. Wissenschaft zueinanderstehen.
Lindemann geht dabei immer wieder auf unser unmittelbares Erleben zurück. Sie fragt danach, wie die Strukturen der modernen Gesellschaft unser unmittelbares Zusammenleben bestimmen – wie wir einander ansehen, miteinander und gegeneinander handeln und einander berühren. Das Ergebnis ihrer Analyse ist zwiespältig: Die grundlegenden Strukturen unserer Gesellschaft werden sich nicht verändern, obwohl die Ordnung unserer alltäglichen Berührung sich verändern wird.
Zugleich zeigt sich in Zeiten von Corona, wie die moderne Gesellschaft immer wieder emanzipatorische Hoffnungen nährt, dass z.B. auch tiefverwurzelte rassistische Strukturen verändert werden können. Die Krise scheint das Ethos der Menschenrechte nicht zu beschädigen. Eher rücken soziale Ungleichheit und strukturelle Gewalt ins Licht der öffentlichen Aufmerksamkeit. Davon zeugt nicht zuletzt die Black-Lives-Matter-Bewegung.

Gesa Lindemann


Gesa Lindemann
Gesa Lindemann ist seit 2007 Professorin für Soziologie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.