Das Leben der Institutionen

Zu einer allgemeinen Theorie der Institutionalisierung

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2011
  • Hardcover
  • 240 Seiten
  • 22.1 x 14 cm
  • ISBN 9783942393218
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Beschreibung


Im Mythos der Soziologie der Moderne sind die Institutionen »stahlharte Gehäuse« und »Gussformen«, in denen der Einzelne kontrolliert, diszipliniert und sozialem Zwang unterworfen wird. Angesichts dieser weitgehend ›negativistischen‹ Tendenz der etablierten soziologischen Institutionentheorie wird in diesem Buch der Versuch unternommen, die positive Seite der Institutionen zu beschreiben. Es widmet sich den ›lebendigen‹ Phänomenen der Institutionen, insofern sich diese als nicht weniger vital erweisen als alle anderen Phänomene des Lebens, das heißt, sie haben ihre eigene Dynamik, ihre Genese, ihre Affekte, Zeiten und Körper.

Robert Seyfert


Robert Seyfert ist Akademischer Rat am Institut für Soziologie der Universität Duisburg Essen. Seine Forschungsfelder sind Soziologische Theorie, Kultursoziologie und Soziologie des Digitalen. Er arbeitet aktuell an folgenden Forschungsprojekten: Soziologie des automatisierten und vernetzten Fahrens sowie Soziologie der ›Quants‹. Bei Velbrück Wissenschaft erschienen: Das Leben der Institutionen. Zu einer Allgemeinen Theorie der Institutionalisierung (2011).

Pressestimmen


Robert Seyferts kluges und provozierendes Buch über "Das Leben der Institutionen" hilft, mit dem Konflikt zwischen Individuum und Institution besser klarzukommen, eine neue Perspektive zu gewinnen. Der Soziologe zeigt, dass die peinigende Ambivalenz auch auf eingerasteten Denkfehlern beruht, die uns in Fleisch und Blut übergangengen sind. (...) Seyferts Buch selbst ist ein Beispiel für Max Webers Lob der "Sachlichkeit": kluge Hingabe an den Gegenstand.
Welt am Sonntag, 8.1.2012, Eckhart Goebel.
Allein dieser Aspekt (Deleuze-Matrix) macht es zu einem spannenden und überaus lesenswerten Buch. (...) Es bietet mit seiner affekttheoretischen Perspektive überaus innovative Lesarten von Klassikern wie Durkheim, Simmel oder Weber und zeigt, dass soziologische Theorie auch jenseits eines kantianischen Paradigmas noch entwicklungsfähig ist.
Sociologia Internationalis, Bd. 49 (2011) Heft 1, Serhat Karakayali.
Ich möchte nicht verschweigen, dass mir der Stil ein wenig Schwierigkeiten gemacht hat, weil mir oftmals zu kurzatmig und zu schnell argumentiert wird. (...) Trotz dieser Anmerkungen bietet die Lektüre neue und wertvolle Einsichten für das Verständnis von Institutionen und Institutionalisierung. Die Lektüre lohnt in jedem Fall der Anstrengung.
socialnet.de, 22.4.2013, Dr. Alexander Brandenburg.